Fridas erster Brief am 04.04.2010

Hallo Mama, hallo Papa, hallo Oma, hallo Geschwister

und Mopskumpels in Tornitz,


ich habe vor, ab jetzt jede Woche einen kleinen Brief zu schreiben, was ich so erlebt habe. Also zunächst mal, mir geht es in meinem neuen Heim supergut. Ihr glaubt ja nicht, wie aufregend hier alles ist.

Als ich letzten Sonntag von Euch weg bin, sind wir zunächst in einem großen Auto gefahren und nach einiger Zeit war ich total müde und bin in der kleinen Tasche voll eingepennt. Als wir ankamen durfte ich mit Terror und Luzie zunächst auf einen Hinterhof, wie er in Berlin typisch ist, mit sehr hohen Häusern drumrum und da kann man schön pischern und so sein Geschäft machen.
Außerdem kann man da auch supergut toben. Hab ich gleich mal ausprobiert.

In der neuen Behausung sind auch ganz viele Katzen auch welche so hippieartig mit langen Haaren. Die sind meistens sehr faul und liegen nur rum, aber wenn sie mal wach sind lassen die sich hervorragend durch die Wohnung jagen.
Die waren alle sehr freundlich zu mir. Keine hat mich angefaucht.

Und dann der erste Spaziergang mit so einem Geschirr und Leine. Ist etwas unpraktisch aber hier gibt es soviele, soviele Autos , das glaubt ihr gar nicht, da ist das schon besser. Und die Häuser sind mächtig hoch, viel höher als bei Euch.

Am Mittwoch war ich dann beim neuen Onkel Doktor. Der war ganz nett, wollte unbedingt in mein Maul schauen, warum denn das?
Habe ich nicht zugelassen. Da könnt ja jeder kommen. Dann hat er mir noch so ein Ding in den Po gesteckt und hat gesagt, ich bin warm genug. Das hätte ich ihm auch so sagen können. Aber sonst ist der ganz o.k.

Mit Luzie war es am ersten Tag etwas stressig. Die hat gedacht ich nehm ihr was weg. Hat ein bisschen gezickt und so.
Dann habe ich ihr gezeigt, dass ich ganz super mit ihr spielen will und ihr nichts wegnehme und dass ihr Herrchen und ihr Frauchen sie weiterhin doll liebhaben und am nächsten Tag war dann schon alles paletti. Jetzt verstehn wir uns gut und
ich bringe sie manchmal gut auf Trab beim Spielen.
Terror ist ganz lieb zu mir, riecht manchmal schon an meiner kleinen Dose, aber dafür bin ich noch zu klein, hat er gemerkt und wird sich wohl noch gedulden müssen. Er gefällt mit schon ganz gut mit seinen tollen Muskeln, seinem glänzenden Haarkleid und seinem lieben Charakter. Das andere wird sich finden.

Wenn wir hier so um den Block gehen, dann treffen wir oft andere Hunde, die Luzie und Terror schon kennen, die ich aber noch nicht kenne.
Um sie zu begrüßen, belle ich dann mal kräftig und Herrchen und Frauchen waren ganz überrascht dass ich so eine kräftige Stimme habe und alles gebe, wenn ich "Hallo" sage.

Am Freitag haben wir dann einen großen Spaziergang über die Felder gemacht. Da war das Land etwa so wie bei Euch in Tornitz.Flach und weit und ganz super zum Laufen. Das Bild könnt ihr auf unserer Internetseite unter Aktuelles anschauen.
Wir sind dann bei einem Biergarten gewesen, wo Herrchen und Frauchen Pause gemacht und was getrunken haben. Die waren ganz verrückt froh, dass sie draußen sitzen konnten und haben sich gefreut, dass das weiße kalte Zeug endlich weg ist und was Grünes hervorkommt.

Auf dem Weg dorthin haben wir eine Mopsdame namens Mopsi getroffen. Die war sehr vollschlank und hat mächtig Geräusche beim Atmen gemacht. Aber zum Anschnuppern war die ganz gut. Terror ist ständig um die herumgegangen und war sehr interessiert an ihr und ich wurde schon ein bißchen skeptisch.
Na, so hübsch wie ich war die nicht, aber so sind die Männer, denken immer nur an das Eine.

Das Fressen hier im neuen Zuhause ist allererste Sahne, schmeckt hervorragend, gute Küche kann ich euch sagen, hier sind in dieser Beziehung absolute Spitzenkräfte am Werk.

Aber heute hat Frauchen richtig Stress, die hat so ein Gerät angemacht , wo man durch ein Fenster reingucken kann und da so einen großen Vogel, wie sie sagt, Ente, reingelegt, da hätte ich gerne mal dran geschnuppelt, aber Frauchen hat geschimpft und gesagt, geh weg, ist heiß, dabei hätte man den großen Vogel auch so fressen können. Ist für den Opa zu Mittag, sagen sie, den hab ich auch schon kennengelernt, der ist mächtig alt und hat so ein langes Ding, was er zum Laufen braucht, da kann man unten reinbeißen. Der Opa war aber sehr nett und ich durfte bei ihm im Garten toben und dann auf seinem Schoß ein Nickerchen machen.

Na, ich mache meistens Pipi und Zigarren draußen, die sind schon alle ganz stolz, nur manchmal, wenn es nicht anders geht, geht mal was in die Bude. Die merken eben nicht immer, wenn ich muss.

So das solls als erster Bericht aus dem großen Berlin , ist übrigens „Hauptstadt“ sagen die , mal sein.

Bis nächste Woche und schöne Ostern an alle

Eure Frida